Gießen und Spritzen

Jegliches Gießen und Spritzen erfolgt mit einer verdünnten EM / EMa-Lösung.

Für das Gießwasser 200 ml EM / EMa auf 10 Liter Wasser; reicht für 10 m². Für das Spritzwasser 500 ml EM /EMa auf 10 Liter wasser; reicht für 50 m².

Als Richtschnur gilt, 5-6 Gießaktionen im Jahr. So lassen sich die Pflanzen stärken und  gegen Krankheiten und Verbiss schützen. Wichtig ist, ausreichend gießen und spritzen, nicht nur ein bisschen. Am besten bei leichtem Regen und abends. Dadurch wird EM / EMa  schneller in den Boden gespült und die UV-Strahlen der Sonne können die Mikroben nicht schädigen.



Nährstoffzufuhr 

Immer ausreichend organische Masse in den Gartenboden einbringen, egal ob als Kompost oder auch als Mulch. Z.B. Rasenschnitt oder auch zerkleinerte Küchenabfälle verwenden. Das organische Material mit EM / EMa besprühen und in den vorher gelockerten Boden max 6 cm  einarbeiten. Den Boden nicht umgraben, das bringt das Humusgefüge aus dem Gleichgewicht, und schadet dem Boden beträchtlich!
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Jeder Teich ist ein Ökosystem für sich. Ist dieses System im biologischen Gleichgewicht, haben wir klares, sauberes Wasser, geringen Algenbewuchs, gesunde Fische und Pflanzen. Durch einen zu hohen Nährstoffeintrag (Laub, Fischkot, Futter- und Pflanzenresten etc.) und Schadstoffe, die der Regen mitbringt, kann dieses System aus dem Gleichgewicht geraten. Fauliges Sediment bildet sich aus. Es kommt zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff, zu erhöhten pH-Werten ( über 8 ) und zu einem erhöhten Gehalt an Stickstoff und Phosphat. Das beste Milieu für das Algenwachstum.


Zu meinem EM-Garten gehört auch ein Teich,(ca. 3 m³ Volumen), mit Pflanzen und Fischen. Außer einer kleinen Filterstation und einem Sauerstoffspender gibt es keine technischen Hilfsmittel. Auch keine chemischen Zusätze. Es ist ein „schwieriger“ Teich. Er ist nicht tief genug. Zudem fallen, durch seine ungünstige Lage, ständig Blätter, Blütenstaub etc. auf die Wasseroberfläche. Dazu der Kot der Fische. Zusätzlich bringt Regen Schadstoffe ins Wasser. Also insgesamt ein hoher Nährstoffeintrag. Trotzdem klares Wasser. Doch das war nicht immer so. Trübes Wasser ( pH-Wert 7,5 ), Fadenalgen und übel riechender Schlamm wurden zum Problem und vermiesten die Freude am Teich. Eine Teichsanierung war notwendig.

 

MEIN REZEPT für die SANIERUNG

Start  im Frühjahr, bei einer Wassertemperatur von über 10 Grad.

Fadenalgen aus dem Wasser ziehen.

Fauliges Sediment aus dem Teich holen.

Den Anteil stark nährstoffzehrender Pflanzen erhöhen.

Zur Senkung des pH-Wertes, je m³ Wasser eine Mischung aus 250 g Urgesteinsmehl mit
50 g EM-Keramikpulver ins Wasser einbringen.

Mit der EMa-Behandlung beginnen. Um das EMa ins faulige Sediment zu bringen, muss es an
einen Trägerstoff gebunden werden. Dazu aus 500 gr Urgesteinsmehl, 100 gr EM-Keramikpulver
und 0,1 Liter EMa eine Paste anrühren. Daraus Bällchen ( Tennisballgröße ) formen, sog „Dangos“.
Diese zwei Wochen im Keller reifen lassen. 
Dann über die Teichfläche ( ca. 5 m² ) verteilen.

dangos_22

Gleichzeitig wird über mehrere Monate EMa in den Teich gegeben. Mindestmenge 0,1 Liter pro m³
Wasser, bei starkbelasteten Teichen bis zu 1 Liter pro m³. Die jeweilige EMa Menge wird in einer
Gieskanne Teichwasser vorverdünnt und nach Sonnenuntergang bzw. bedecktem Himmel, nach
folgendem Zeitplan, gut verteilt, auf das Wasser gesprengt.

                • Zugabe der „Dangos“ zustätzlich 3 Liter EMa
                • Nach 2 Wochen:  3 Liter EMa
                • Nach 1 Monat:  3 Liter EMa
                • Nach 2 Monaten: 1,5 Liter EMa
                • Nach 3 Monaten: 1,5 Liter EMa
                • Die weiteren Monate. 0,5 Liter EMa

Bei der Sanierung das Geschehen beobachten. Bei einer dicken Faulschicht kann es sein, dass sich Schichten lösen und an die Oberfläche steigen. Obwohl sie sich nach kurzer Zeit auflösen, kann es ein kritischer Moment für das gesamte Teichleben sein. ( Sauerstoffmangel! ) Das Einbringen eines Sauerstoffspenders vor Beginn der Sanierung wird empfohlen.

Erst in der nächsten Saison, zu Beginn der Sommerzeit, stellte sich der Erfolg ein. Langsam klärte sich das Wasser und eines Tages konnte ich den Grund des Teiches sehen. Ein erhebendes Gefühl, nach den Monaten des Wartens.

Nach der Sanierung gilt es die klaren Verhältnisse zu erhalten. Dabei ist der Nährstoffeintrag die kritische Größe. Ihn gilt es in Schach zu halten. Das ist die eigentliche Aufgabe der Pflege:

MEIN REZEPT für die PFLEGE

    1. Reduzieren der Futtermenge. Das Futter kurz vor der Fütterung mit EM besprühen.

    2. Abfischen der Wasseroberfläche.

    3. Pflanzenreste vor der Winterperiode entfernen.

    4. Tägliche Rückspülung des Filters. Nach Geruchsprüfung das Wasser zum gießen der
         Kübelpflanzen verwenden. Das Filter alle 6 Wochen reinigen. Das Filtrat auf den Kompost
         geben.

    5. Ab und zu eine Sedimentprobe nehmen und auf Geruch prüfen. Wenn es nach Waldboden
        riecht, ist es in Ordnung.

    6. Alle 4 Wochen 0,3 Liter EMa in den Teich geben. In den Sommermonaten alle 14 Tage.

Das Gleichgewicht zwischen Wassermenge, Nährstoffeintrag, Pflanzen- und Fischbestand ist die Grundlage für sauberes, gesundes Wasser. In meinem Fall kommt zur Unterstützung eine Filterstation, und ein Sauerstoffspender dazu.  Und die Pflege, bei der die effektiven Mikroorganismen einen wesentlichen Beitrag leisten, indem sie zu hohe Nährstoffeinträge umsetzen, den Pflanzen zur Verfügung stellen und Fäulnis im Teich verhindern. So kann auch ein „schwieriger“ Teich Freude machen

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